Der gleitende Durchschnitt fasst zusammen, er sagt nichts voraus
Ein gleitender Durchschnitt verbindet Mittelwerte der letzten Schlusskurse. Eine Zusammenfassung der Vergangenheit, keine Ankündigung der Zukunft.
Wie er entsteht
Der 20er-Durchschnitt addiert die letzten 20 Schlusskurse und teilt durch 20. Jeden Tag neu, die Punkte verbunden.
Er hinkt zwangsläufig hinterher. Das ist kein Fehler: durch das Hinterherhinken verschwindet das Rauschen.
Wofür er taugt
- Richtung — zeigt die Linie nach oben oder unten
- Abstand — wie weit ist der Kurs weg? Weit weg heißt oft: kommt zurück
- Reihenfolge — liegt die kurze über der langen Linie
Zum goldenen Kreuz
Wenn die kurze Linie die lange von unten schneidet, heißt das goldenes Kreuz. „Zu spät" stimmt zur Hälfte — es ist ein Durchschnitt von Durchschnitten, es kommt nach dem Start.
Aber „zu spät" heißt nicht „nutzlos". Durch die Verzögerung fallen viele Fehlausbrüche weg. Sie tauschen Frühzeitigkeit gegen Verlässlichkeit.
Hier stolpern die meisten
Zu viele Linien. Mit 5, 10, 20, 60 und 120 im Bild berührt der Kurs immer irgendeine davon. Wenn jede Berührung etwas bedeutet, bedeutet keine mehr etwas.
Zwei genügen.
Zu Lernzwecken, keine Anlageberatung.
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Zum Kommentieren anmeldenAnalyse und Prognosen in diesem Beitrag sind die persönliche Meinung des Autors und keine Anlageberatung.